Häufige Fragen und Antworten

Hilfe und FAQ zu Photovoltaikanlagen und unsere Leistungen.

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um Photovoltaik, Stromspeicher, Balkonkraftwerke, Förderungen und unsere Dienstleistungen. Viele Themen verlinken zusätzlich auf ausführliche Ratgeber-Artikel mit weiterführenden Informationen.

Fragen und Antworten zu Photovoltaik & Co.

Photovoltaik allgemein

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht mithilfe von Solarmodulen in elektrischen Strom um. Der erzeugte Gleichstrom wird anschließend durch einen Wechselrichter in haushaltsüblichen Wechselstrom umgewandelt. Dieser Strom kann direkt im Haushalt genutzt, in einem Stromspeicher zwischengespeichert oder ins öffentliche Netz eingespeist werden.

Ja, für viele Haushalte lohnt sich eine Photovoltaikanlage weiterhin. Besonders interessant ist heute der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms. Durch steigende Strompreise kann eine PV-Anlage langfristig dabei helfen, Energiekosten zu senken und unabhängiger vom Strommarkt zu werden.

Moderne Photovoltaikanlagen sind auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Solarmodule halten häufig 30 Jahre oder länger. Wechselrichter und Batteriespeicher besitzen meist eine geringere Lebensdauer und können im Laufe der Zeit problemlos ausgetauscht werden.

Der Ertrag hängt von Standort, Dachausrichtung, Dachneigung und Verschattung ab. Als grobe Orientierung gilt:

1 kWp erzeugt jährlich etwa 850 bis 1.150 kWh Strom.

Eine typische 8 kWp-Anlage kann somit ungefähr 6.800 bis 9.200 kWh Strom pro Jahr erzeugen.

Standardmäßig schalten sich PV-Anlagen bei einem Stromausfall automatisch ab. Mit bestimmten Komponenten kann jedoch eine Ersatzstrom- oder Notstromfunktion umgesetzt werden.

kWp steht für Kilowattpeak und beschreibt die maximale Leistung einer Photovoltaikanlage unter standardisierten Testbedingungen.

Ein Modul mit 450 Wp kann unter idealen Bedingungen also maximal 450 Watt Leistung erzeugen. Die tatsächliche Leistung im Alltag hängt jedoch vom Wetter, der Sonneneinstrahlung und der Ausrichtung der Module ab.

kWp beschreibt die maximale Leistung einer Anlage.
kWh beschreibt die tatsächlich erzeugte oder verbrauchte Strommenge.

Die kWp-Zahl beschreibt, wie leistungsstark eine Anlage ist. Die kWh-Zahl zeigt, wie viel Strom tatsächlich erzeugt oder verbraucht wurde.

Der Wirkungsgrad beschreibt, wie viel Sonnenenergie ein Solarmodul in Strom umwandeln kann. Moderne Module erreichen heute häufig Wirkungsgrade zwischen 22 % und 24 %. Ein höherer Wirkungsgrad kann bei einer begrenzten Dachfläche sinnvoll sein.

Als Faustregel gilt: 1 kWp benötigt ungefähr 5 bis 6 m² Dachfläche. Eine typische 8 kWp-Anlage benötigt somit etwa 40 bis 50 m² geeignete Dachfläche.

Für viele Einfamilienhäuser liegen sinnvolle Anlagengrößen häufig zwischen 6 und 12 kWp. Die optimale Größe hängt vom Stromverbrauch, der Dachfläche, einem möglichen Elektroauto oder einer Wärmepumpe ab. Eine grobe Orientierung: Stromverbrauch × 2 bis 2,5 = empfohlene PV-Leistung in kWp

Dach & Planung

Die höchsten Stromerträge werden meist bei einer Südausrichtung mit etwa 30 bis 35° Dachneigung erzielt.

Doch auch Ost- und Westdächer können wirtschaftlich sehr interessant sein. Moderne PV-Anlagen erreichen dort häufig ca. 80 % des maximal möglichen Ertrags.

Ja. Ost-West-Dächer besitzen sogar einen wichtigen Vorteil: Der Solarstrom wird gleichmäßiger über den Tagesverlauf erzeugt.

Morgens erzeugt die Ostseite Strom, abends die Westseite. Das passt häufig gut zum Stromverbrauch vieler Haushalte und kann den Eigenverbrauch erhöhen.

Die optimale Dachneigung liegt häufig zwischen 30 und 40°. Doch auch flachere oder steilere Dächer können wirtschaftlich sinnvoll sein.

Auf Flachdächern werden Module meist aufgeständert. Dabei kommen häufig Neigungen zwischen 10 und 20° zum Einsatz.

Ja, Flachdächer eignen sich häufig sehr gut für Photovoltaik. Die Module werden dabei meist auf speziellen Unterkonstruktionen montiert.

Besonders beliebt sind Ost-West-Systeme auf Flachdächern, da sie Rücken-an-Rücken installiert werden und so keine gegenseitige Verschattung entsteht.

Verschattung kann den Stromertrag einer Photovoltaikanlage reduzieren. Ursachen können beispielsweise Bäume, Schornsteine, Nachbargebäude oder Dachaufbauten sein.

Wie stark sich Verschattung auswirkt, hängt von der konkreten Situation und der eingesetzten Technik ab. Moderne Systeme können Teilverschattungen häufig deutlich besser ausgleichen als ältere Anlagen. Auch Leistungsoptimierer können helfen.

Grundsätzlich ja. Vor der Installation sollte jedoch geprüft werden, ob Dachzustand und Statik geeignet sind.

In manchen Fällen kann eine Dachsanierung vor der Installation sinnvoll sein, um spätere Mehrkosten zu vermeiden. Im Falle einer Dachsanierung greift in vielen Bundesländern eine Photovoltaik-Pflicht.

Stromspeicher & Eigenverbrauch

Ein Stromspeicher kann sinnvoll sein, wenn möglichst viel Solarstrom selbst genutzt werden soll. Besonders Haushalte mit hohem Abendverbrauch profitieren häufig von einem Speicher.

Als grobe Orientierung können Sie mit ca. 1 kWh Speicherkapazität pro 1 kWp Anlagenleistung rechnen.

Bei einer 8 kWp-Anlage kann somit ein Speicher mit etwa 5 bis 8 kWh sinnvoll sein.

Ab einem deutlich höheren Verbrauch (z. B. >6.000 kWh jährlich) macht es nicht immer Sinn, die Speichergröße weiter linear zu steigern. Das Ziel sollte es immer sein, eine gute Balance aus Eigenverbrauch, Investition und Effizienz zu erzielen.

Ja, viele Photovoltaikanlagen können später mit einem Batteriespeicher erweitert werden. Ob dies technisch sinnvoll möglich ist, hängt unter anderem vom Wechselrichter und der bestehenden Anlage ab.

Ohne Speicher nutzen viele Haushalte 35 % des erzeugten Stroms direkt selbst. Mit Stromspeicher sind häufig Eigenverbrauchsquoten von bis zu 65 % oder sogar mehr möglich.

Der Autarkiegrad beschreibt, wie viel Prozent des gesamten Stromverbrauchs durch die eigene PV-Anlage gedeckt werden können. Ein hoher Autarkiegrad bedeutet also eine geringere Abhängigkeit vom Stromversorger.

Der selbst genutzte Solarstrom ersetzt teuren Netzstrom. Die Einspeisevergütung liegt dagegen meist deutlich unter dem aktuellen Haushaltsstrompreis und könnte künftig sogar abgeschafft werden. Deshalb steht heute bei vielen Anlagen der Eigenverbrauch im Mittelpunkt.

Wirtschaftlichkeit & Kosten

Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von der Dachform, der Anlagengröße, einem möglichen Speicher und den örtlichen Gegebenheiten ab. Typische Orientierungswerte sind:

AnlageOhne SpeicherMit Speicher
5 kWpca. 10.500–12.000 €ca. 14.000–16.500 €
8 kWpca. 13.000–15.000 €ca. 18.000–22.500 €
12 kWpca. 16.000–18.000 €ca. 20.500–25.000 €

Photovoltaikanlagen werden individuell geplant. Unterschiede entstehen beispielsweise durch:

  • Dachform und Montageaufwand
  • Qualität der Komponenten
  • Stromspeicher und Wallbox
  • Zustand des Zählerschranks und Elektrik
  • Verschattung
  • Energiemanagementsysteme
  • Notstromfähigkeit

Die Amortisationszeit hängt von Strompreis, Eigenverbrauch und Anlagengröße ab.

Als grobe Orientierung gilt:

  • ohne Speicher häufig etwa 10 bis 15 Jahre
  • mit Speicher häufig etwa 8 bis 12 Jahre

Je nach Nutzung und Strompreis sind häufig Renditen von etwa 5 bis 8 % pro Jahr über die Laufzeit möglich.

Für viele private PV-Anlagen gilt aktuell ein Mehrwertsteuersatz von 0 % auf:

  • Solarmodule
  • Stromspeicher
  • Montage
  • dazugehörige Elektroarbeiten

Ja. Für eingespeisten Solarstrom erhalten Betreiber weiterhin eine Einspeisevergütung nach dem EEG. Die Höhe hängt vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme und der Größe der Anlage ab. Mehr über die Einspeisevergütung finden Sie hier: Aktuelle Einspeisevergütung

Förderung & Finanzierung

Wer im Internet nach Photovoltaik sucht oder Werbeanzeigen in den sozialen Netzwerken sieht, stößt schnell auf große Versprechen: „Jetzt Förderung sichern!“, “Sparen mit Förderungen”, “Förderungen in Ihrer Region sichern”. in vielen Fällen schlicht unseriös. Die Realität sieht anders aus: Abgesehen von der Einspeisevergütung und Senkung der MwSt. gibt es auf Bundesebene derzeit keine aktiven Förderprogramme für private Photovoltaikanlagen. Hier erhalten Sie mehr Infos: Photovoltaik-Förderung

Regionale Förderprogramme können sich regelmäßig ändern oder zeitweise ausgeschöpft sein. Zusätzlich existieren immer mal wieder kommunale Förderungen einzelner Städte oder Gemeinden. Einen Überblick erhalten Sie hier: Solarförderung Schleswig-Holstein

Die KfW bietet verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten rund um energetische Sanierungen und erneuerbare Energien an, z. B. KfW 270. Wir beraten Sie gerne!

Durchaus, einige Städte, Gemeinden oder Bundesländer haben in der Vergangenheit immer wieder ergänzende Förderprogramme für Photovoltaik, Stromspeicher oder Balkonkraftwerke angeboten. Diese sind aber entweder sehr rar und oftmals schon ausgeschöpft.

Ja. Viele Anlagen werden über Finanzierungen oder Kredite umgesetzt. Wir arbeiten hier eng mit Hanse Finanzpartner aus Lübeck-Travemünde zusammen.

Technik & Komponenten

Die beste Lösung hängt vom jeweiligen Projekt ab. Hier beraten wir Sie individuell. Unterschiede bestehen beispielsweise bei:

  • Wirkungsgrad
  • Optik
  • Garantie
  • Schwachlichtverhalten
  • Preis und Farbe
  • Verschattungstoleranz

Beides spielt eine Rolle. Die Wattleistung beschreibt die maximale Leistung eines Moduls, während der Wirkungsgrad zeigt, wie effizient Sonnenlicht in Strom umgewandelt wird. Bei begrenzter Dachfläche kann ggf. ein hoher Wirkungsgrad interessanter sein. Moderne PV-Module sind aber inzwischen alle auf Top-Niveau und unterscheiden sich kaum.

Full-Black-Module werden häufig aus optischen Gründen gewählt. Besonders auf dunklen Dächern entsteht dadurch ein harmonischer Gesamteindruck. In Puncto Leistung gibt es kaum nennenswerte Nachteile zu herkömmlichen Modulen.

Der Wechselrichter wandelt den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um. Zusätzlich übernimmt er häufig wichtige Steuerungs- und Überwachungsfunktionen der Anlage.

Ein Energiemanagementsystem hilft dabei, Stromverbraucher intelligent zu steuern und den Eigenverbrauch zu erhöhen. Besonders in Kombination mit Stromspeichern, Wallboxen, Wärmepumpen oder anderen Großverbrauchern ist ein Energiemanagementsystem sehr sinnvoll.

Installation & Ablauf

Typischerweise umfasst ein PV-Projekt folgenden Ablauf:

  • Beratung und Planung
  • Vor-Ort-Termin
  • Angebotserstellung
  • AC- und DC-Montage
  • Inbetriebnahme und Einweisung
 
Photovoltaik-Projekte sind sehr individuell. Viele wünschen z. B. erst eine Online-Beratung oder einen Kostenvoranschlag, der dann nach einem späteren Aufmaßtermin bestätigt wird. Zudem sind die Montagen, insbesondere die Elektroinstallationen vom Aufwand her sehr individuell. 

Die eigentliche Montage dauert bei Einfamilienhäusern häufig nur 1 bis 3 Tage. Die gesamte Projektlaufzeit hängt jedoch auch von der Planung, dem Netzbetreiber, der Materialverfügbarkeit und aktuellen Nachfrage ab. Meist installieren wir PV-Anlagen in 6 bis 9 Wochen, je nach Aufwand auch kürzer.

Meistens nicht. Vor der Installation sollte jedoch geprüft werden, ob Dachzustand und Restlebensdauer zur geplanten Nutzungsdauer der PV-Anlage passen. Im Falle einer ohnehin geplanten Dachsanierung, greift je nach Bundesland eine Photovoltaik-Pflicht.

In den meisten Fällen sind Photovoltaikanlagen genehmigungsfrei. Ausnahmen können beispielsweise denkmalgeschützte Gebäude oder besondere Bebauungspläne sein.

Häufig ja. Viele ältere Stromzähler müssen gegen moderne Zweirichtungszähler ausgetauscht werden. Auch muss der Zählerschrank einen bestimmten Platzbedarf erfüllen und Anforderungen der neusten VDE-Normen erfüllen.

Balkonkraftwerke

Mehrere Balkonkraftwerke sind erlaubt, solange sie nicht mehr als 800 Watt ins Hausnetz einspeisen. Mehr Infos finden Sie hier: Wie viele Balkonkraftwerke sind erlaubt?

Ja. Balkonkraftwerke müssen im Marktstammdatenregister registriert werden. Mehr Infos finden Sie hier. Balkonkraftwerk Anmeldung

Nach den aktuellen VDE-Regelungen sind inzwischen Balkonkraftwerke mit einer Modulleistung von bis zu 7.000 Watt möglich. In der Praxis werden bereits Anlagen mit bis zu 2.000 Watt und 4 Modulen umgesetzt. Deutlich größere Systeme sind derzeit jedoch noch eher selten. Mehr Infos finden Sie hier: Balkonkraftwerk 4 Module

Ein Speicher kann z. B. sinnvoll sein, wenn tagsüber wenig Strom verbraucht wird und möglichst viel Solarstrom abends genutzt werden soll. Auch ist ein Speicher sinnvoll, wenn Sie einen höheren Strombedarf und keine Möglichkeit für die Installation eine PV-Anlage haben. Grundsätzlich lässt sich mit einem Speicher mehr Solarstrom verbrauchen.

Ja, wir bieten auch maßgeschneiderte Balkonkraftwerke z. B. mit 4 Modulen und Speicher an. Das ist z. B. dann sinnvoll, wenn Sie sich dafür entscheiden, dass Balkonkraftwerk aufs Dach zu installieren und Sie die Montage nicht selbst vornehmen können.

Elektroheizungen & Wärmepumpen

Die Einsatzmöglichkeiten einer Elektroheizungen sind vielfältig. Besonders als Zusatzheizung, im Ferienhaus, im Homeoffice oder in gut gedämmten Gebäuden können Elektroheizungen oder auch Infrarotheizungen interessant sein. Mehr Infos über verschiedene Heizsysteme finden Sie hier: Alternative Heizungen

Ja. Eigener Solarstrom kann beispielsweise für Elektroheizungen, Infrarotheizungen oder Wärmepumpen genutzt werden. Im Winter kann es allerdings immer mal wieder Tage geben, wo durch Schlechtwetter und Schnee der PV-Ertrag sehr gering ausfällt. Hier ist zusätzlich zur PV-Anlage ein dynamischer Stromtarif interessant.

Nicht unbedingt. Ob eine Wärmepumpe wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Gebäudezustand, den Vorlauftemperaturen und den Sanierungsmöglichkeiten ab. Wir beraten Sie gerne zu Wärmepumpen und verschiedene Heizsysteme.

Kundenservice & Betrieb

Photovoltaikanlagen gelten grundsätzlich als wartungsarm. Dennoch können regelmäßige Sichtprüfungen und technische Kontrollen sinnvoll sein, gerade bei Leistungsabfällen, Stürmen oder starker Verschmutzung.

Bei Fragen oder Störungen können Sie sich direkt an Ihre festen Ansprechpartner wenden. Alternativ können Sie unter Kundenservice eine Störungsmeldung aufgeben und unser Team meldet sich innerhalb von 24-Stunden bei Ihnen zurück.

Viele Anlagen können später erweitert werden, beispielsweise um zusätzliche Module, einen Stromspeicher oder eine Wallbox. Ob dies technisch möglich ist, hängt von der bestehenden Anlage ab. Erweitern Sie beispielsweise die Anzahl der Module muss ggf. die Wechselrichterleistung angepasst werden.