
Photovoltaik Förderung: Programme, Zuschüsse und die EEG-Vergütung im Überblick.
Welche Photovoltaik Förderung gibt es derzeit? Lohnt sich die Einspeisevergütung noch? Und wie sinnvoll ist
Aktualisiert am 18. Juni 2026
Photovoltaikanlagen produzieren oft mehr Solarstrom, als momentan benötigt wird. Statt diesen PV-Überschuss ins Netz einzuspeisen, kann es effizienter sein, einen Heizstab zur Warmwasserbereitung zu nutzen. Dabei wird überschüssiger Solarstrom verwendet, um Wasser zu erwärmen, das anschließend im Haushalt genutzt werden kann. In unserem Ratgeber erklären wir, wie der Einsatz eines Heizstabs bei PV-Überschuss funktioniert.
Ein PV-Heizstab ist ein elektrisches Heizelement, das in Warmwasser- oder Pufferspeichern eingebaut ist oder optional nachgerüstet werden kann. Der Heizstab verwandelt elektrische Energie in Wärme, die anschließend zur Erwärmung von Wasser genutzt wird.
Durch die Verwendung von Solarstrom aus Ihrer Photovoltaikanlage ermöglicht der Heizstab eine effiziente Nutzung von PV-Überschuss, der sonst ins Netz eingespeist würde. Um Ihren Solarstrom wirtschaftlich zu nutzen, empfehlen wir grundsätzlich, aufgrund der geringen Einspeisevergütung so viel wie möglich davon selbst zu verbrauchen, anstatt ihn einzuspeisen. Dies kann mit einem Heizstab, einer Wallbox, einer Wärmepumpe oder Elektroheizungen gut funktionieren.
Bei der Auswahl des richtigen Heizstabs sollten Sie folgende drei Punkte beachten:
Die Leistung des Heizstabs richtet sich nach dem vorhandenen Warmwasser- oder Pufferspeicher und liegt in der Regel zwischen 1.000 Watt und 3.000 Watt.
Moderne Heizstäbe sind oft mit intelligenten Reglern ausgestattet, die den Betrieb automatisch an das aktuelle Energieangebot anpassen.
Stellen Sie außerdem sicher, dass der Heizstab mit Ihrem vorhandenen Speicher kompatibel ist. Dabei sollten unter anderem Einbaumaße, Gewindegröße und Befestigungssystem berücksichtigt werden.
Die Installation eines PV-Heizstabs ist in der Regel recht einfach. Das Gerät muss mit dem Pufferspeicher, dem Stromnetz und einem intelligenten Energiemanagementsystem der Solaranlage verbunden werden.
Zunächst wird geprüft, ob Ihr vorhandener Warmwasserspeicher oder Pufferspeicher für den Einsatz eines Heizstabs geeignet ist. Entscheidend ist unter anderem die Größe der vorhandene Einschrauböffnung.
Im nächsten Schritt wird der Heizstab in den Speicher eingesetzt. Dafür wird die vorhandene Öffnung am Pufferspeicher genutzt. Der Heizstab wird eingeschraubt und dicht mit dem Speicher verbunden. Die Einbaulage, die Dichtung und die Kompatibilität mit dem Speicher müssen stimmen, damit der Betrieb später zuverlässig funktioniert.
Anschließend erfolgt der elektrische Anschluss. Der Heizstab wird mit dem Stromnetz verbunden und je nach System zusätzlich an eine intelligente Steuerung oder ein Energiemanagementsystem angebunden. Diese Regelung sorgt dafür, dass der Heizstab nicht einfach dauerhaft Strom verbraucht, sondern möglichst gezielt dann arbeitet, wenn überschüssiger Solarstrom aus der Photovoltaikanlage zur Verfügung steht.
Wenn bereits eine Wärmepumpe, eine Gasheizung oder ein anderer Wärmeerzeuger vorhanden ist, sollte der Heizstab sinnvoll in das Gesamtsystem integriert werden. Das Ziel sollte es nicht sein, andere Systeme pauschal zu ersetzen, sondern PV-Überschüsse effizient zu nutzen, um den Eigenverbrauch zu erhöhen und die bestehende Wärmeerzeugung gezielt zu entlasten.
Ein Energiemanagementsystem ist wichtig für die effiziente Nutzung. Das EMS überwacht genau, wie viel Strom von Ihrer PV-Anlage erzeugt wird, wie hoch der Stromverbrauch in Ihrem Haushalt ist und wie viel zusätzlicher Strom aus dem Netz benötigt wird. Bei der Einrichtung können Sie bestimmen wie Sie Ihren PV-Überschuss nutzen wollen und eine Priorität festlegen. Eine mögliche Konfiguration könnte wie folgt aussehen:
Darüber hinaus können Sie gewissen Grenzen festlegen. Wenn beispielsweise Ihr Heizstab eine Mindestleistung von 1,5 kW hat, können Sie festlegen, dass er bereits ab einem PV-Überschuss von 1,0 kW eingeschaltet wird oder höher, wenn Sie keinen zusätzlichen Netzstrom beziehen möchten.
Bei jeder Inbetriebnahme einer PV-Anlage unterstützt unser Team bei der Konfiguration, optimal abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse. Kontaktieren Sie uns gerne für eine kostenfreie Beratung.
Wie so eine Lösung in der Praxis aussehen kann, zeigt ein Projekt bei einer PV-Anlage in Hamburg. Dort haben wir einen Heizstab für die Warmwasserbereitung in eine bestehende Wärmepumpenanlage eingebunden. Auf den ersten Blick wirkt das vielleicht ungewöhnlich, denn eine Wärmepumpe ist bei der Wärmeerzeugung grundsätzlich effizienter als ein Heizstab. Trotzdem kann diese Kombination in bestimmten Fällen sinnvoll sein, wenn der Heizstab nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zur Wärmepumpe eingesetzt wird.
Gerade im Sommer erzeugt eine PV-Anlage häufig mehr Strom, als im Gebäude direkt verbraucht wird. Dieser PV-Überschuss wird dann ins öffentliche Netz eingespeist. Durch den zusätzlich eingebundenen Heizstab kann ein Teil dieses überschüssigen Solarstroms gezielt für die Warmwasserbereitung genutzt werden. Der Heizstab läuft dabei nicht dauerhaft, sondern wird abhängig vom verfügbaren PV-Überschuss geregelt. So erhöht sich der Eigenverbrauch der PV-Anlage und der Warmwasserspeicher wird ein Stück weit als zusätzlicher Energiespeicher genutzt.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Einbindung der Wärmepumpe. Viele Wärmepumpen, insbesondere ältere Modelle, lassen sich nicht immer fein genug mit einer PV-Anlage koppeln. Auch neuere Systeme erkennen oder nutzen kleinere und schwankende Überschüsse nicht immer optimal. Ein intelligent geregelter Heizstab kann solche Überschüsse sehr gezielt aufnehmen. Dadurch muss die Wärmepumpe gerade im Sommer seltener für die Warmwasserbereitung anlaufen.
Besonders naheliegend ist ein PV-Heizstab natürlich bei Bestandsanlagen mit vorhandenem Warmwasserspeicher. Das gilt zum Beispiel für Gebäude mit Gasheizung oder Ölheizung bei denen bereits ein Speicher vorhanden ist und dieser technisch für den Einbau eines Heizstabs geeignet ist. In solchen Fällen kann überschüssiger Solarstrom vergleichsweise einfach für die Warmwasserbereitung genutzt werden.
Die bestehende Heizungsanlage muss so an sonnigen Tagen weniger Energie für die Warmwasserbereitung bereitstellen. Statt überschüssigen PV-Strom vollständig einzuspeisen, wird ein Teil davon direkt im eigenen Gebäude genutzt.
Die Rentabilität eines PV-Heizstabes wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Größe und Leistung Ihrer PV-Anlage, Ihr individueller Warmwasserbedarf und die Art Ihres Heizungssystems zu Hause. Wenn Sie beispielsweise mit Gas oder Öl heizen, kann der Heizstab Ihr Warmwasser möglicherweise effizienter erwärmen als Ihre herkömmliche Öl- oder Gasheizung. Am wichtigsten ist jedoch, dass Ihre Photovoltaikanlage zuverlässig einen Überschuss an Solarstrom erzeugt und ausreichend dimensioniert ist, um dies zu ermöglichen.
Die Kosten für die Nachrüstung eines Photovoltaik-Heizstabes können je nach Anbieter, Modell und Umfang der Installation variieren. Im Allgemeinen belaufen sich die Kosten für ein komplettes Heizstab-Set zum Nachrüsten auf etwa 500 bis 2.000 Euro, abhängig von der Leistung und der Notwendigkeit eines Steuergerätes. Zusätzlich fallen Kosten für die Installation durch einen Elektriker an.
Die Einbindung eines Heizstabes in Ihre PV-Anlage bietet eine effiziente und relativ kostengünstige Möglichkeit, den erzeugten Solarstrom vollständig auszunutzen. Durch die Nutzung des PV-Überschusses zur Warmwasserbereitung können Sie Ihren Eigenverbrauch steigern, Ihre Energiekosten senken und Ihre Umweltbelastung verringern.
Es ist jedoch wichtig, die Kompatibilität sowie die optimale Steuerung, ergänzend durch eine Steuereinheit oder Energiemanagementsystem zu berücksichtigen, um die Vorteile dieser Lösung bestmöglich zu nutzen. Lassen Sie sich noch heute unverbindlich beraten.
Ein PV-Heizstab ist ein elektrisches Heizelement, das in Warmwasserspeichern eingebaut oder nachgerüstet werden kann. Er nutzt überschüssigen Solarstrom aus Photovoltaikanlagen, um Wasser zu erwärmen, was den Eigenverbrauch von Solarstrom erhöht und die Effizienz steigert.
Die Vorteile umfassen eine Erhöhung des PV-Eigenverbrauchs, die Reduzierung von CO2-Emissionen, Kosteneffizienz durch Nutzung überschüssiger Energie und eine einfache Installation ohne eigenen wasserführenden Kreislauf.
Bei der Auswahl sind die Leistungskapazität des Heizstabes, die Regelungstechnik für automatische Anpassung, und die Kompatibilität mit dem vorhandenen Warmwasserspeicher entscheidend.
Die Installation ist einfach und erfordert die Verbindung mit dem Pufferspeicher, dem Stromnetz und einem intelligenten Energiemanagementsystem. Es wird empfohlen, die Installation von einem Fachmann durchführen zu lassen.
Die Rentabilität hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Größe und Leistung der PV-Anlage, der individuelle Warmwasserbedarf und das bestehende Heizungssystem. Entscheidend ist, dass die PV-Anlage zuverlässig einen Überschuss an Solarstrom erzeugt.

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