
Die Bundesregierung bringt 2026 eine neue Elektroauto Förderung auf
Aktualisiert am 9. Juli 2026
Ein Stromspeicher speichert Solarstrom, den Ihre PV-Anlage erzeugt, der aber nicht direkt verbraucht wird. So können Sie Ihren eigenen Strom auch abends, nachts oder an bewölkten Tagen nutzen, statt ihn günstig ins Netz einzuspeisen. Wie ein Stromspeicher funktioniert und wie sich der Eigenverbrauch einer PV-Anlage mit und ohne Speicher verhält, erfahren Sie in diesem Ratgeber-Artikel.
An sonnigen Tagen erzeugt die PV-Anlage meist mehr Strom, als der Haushalt gerade braucht. Ohne Speicher fließt dieser Überschuss ins öffentliche Netz, wofür Sie nur die Einspeisevergütung erhalten.
Anstelle der Einspeisung ins Netz, laden Sie Ihren Batteriespeicher. Sobald die PV-Anlage weniger produziert als der Haushalt verbraucht, zum Beispiel abends, gibt der Speicher den zwischengespeicherten Strom wieder ab. Der Stromspeicher funktioniert im Prinzip ähnlich wie der Akku eines Smartphones, nur in größerem Maßstab.
Nahezu alle Heimspeicher arbeiten heute mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). Diese Technik gilt als besonders sicher und langlebig und hält je nach Nutzung 15 bis 20 Jahre beziehungsweise 6.000 bis 10.000 Ladezyklen durch.
Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch einer typischen Anlage bei 25 bis 35 Prozent. Mit einem passend dimensionierten Speicher steigt er auf 60 bis 80 Prozent.
Der Grund für diesen Sprung liegt im zeitlichen Versatz zwischen Erzeugung und Verbrauch. Ohne Speicher können Sie nur den Strom nutzen, der genau in dem Moment erzeugt wird, in dem Sie ihn brauchen.
Die PV-Anlage produziert aber vor allem mittags am meisten, während viele Haushalte morgens und abends den höchsten Verbrauch haben. Dadurch bleibt ohne Speicher ein großer Teil der Erzeugung ungenutzt und wird für wenig Geld eingespeist. Der Speicher schließt genau diese Lücke, indem er den Mittagsüberschuss zwischenspeichert und ihn abends oder nachts wieder abgibt.
Ein Rechenbeispiel macht den Effekt greifbar: Bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh und einer Eigenverbrauchsquote von 30 Prozent nutzen Sie ohne Speicher rund 1.200 kWh Solarstrom selbst. Steigt die Quote mit Speicher auf 70 Prozent, sind es rund 2.800 kWh, also 1.600 kWh mehr im Jahr. Bei einer Preisdifferenz von etwa 25 bis 30 Cent pro Kilowattstunde zwischen Netzstrom und Einspeisevergütung ergibt allein dieser höhere Eigenverbrauch eine zusätzliche Ersparnis von 400 bis 480 Euro pro Jahr.
Eine PV-Anlage mit Speicher kostet in der Anschaffung mehr als eine Anlage ohne Speicher. Diese Mehrkosten gleicht der höhere Eigenverbrauch über die Laufzeit der Anlage aber aus, oft schon nach 8 bis 12 Jahren, während Speicher und PV-Module in der Regel 20 Jahre und länger halten. Mehr dazu im Ratgeber Amortisation einer PV-Anlage.
Die Preise für Photovoltaik und Stromspeicher sind in den letzten Jahren gefallen. Aktuell liegen die Kosten für ein qualitativ hochwertiges System bei 300 bis 500 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität, größere Speicher sind pro kWh oft günstiger als kleine. Zwei Förderungen mindern die Kosten direkt:
Zusätzlich bieten viele Bundesländer und Kommunen eigene Zuschussprogramme für Speicher an. Diese ändern sich häufig, daher lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf die aktuellen Programme Ihrer Region. Mehr dazu hier: Photovoltaik Förderung.
Als Faustformel gilt ca. 1 kWh Speicherkapazität pro kWp installierter PV-Leistung. Alternativ rechnen Sie mit Ihrem Jahresstromverbrauch in kWh geteilt durch 1.000. Bei 4.000 kWh Jahresverbrauch sind demnach 4 kWh Speicherkapazität sinnvoll.
Ein zu klein dimensionierter Speicher ist schnell voll und nutzt sein Potenzial nicht aus. Ein zu groß dimensionierter Speicher kostet unnötig viel, ohne dass der zusätzliche Eigenverbrauch die Mehrkosten rechtfertigt. Die richtige Größe hängt neben dem Verbrauch auch davon ab, ob Sie in Zukunft ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe einplanen. Diese Verbraucher erhöhen den sinnvollen Speicherbedarf deutlich. Hier lohnt sich immer eine fundierte Beratung durch einen Photovoltaik Fachbetrieb.
Seit dem 25. Februar 2025 gilt das sogenannte Solarspitzengesetz für alle neuen PV-Anlagen. Für Sie als Betreiber einer neuen Anlage mit Speicher sind vor allem drei Punkte relevant:
Für Bestandsanlagen, die vor dem 25. Februar 2025 in Betrieb gegangen sind, ändert sich durch das Gesetz nichts, außer sie wechseln freiwillig ins neue System. Als Anreiz dafür gibt es eine um 0,6 Cent pro Kilowattstunde erhöhte Vergütung.
Vor der Installation klärt unser Team, wie groß PV-Anlage und Speicher dimensioniert werden müssen. Dafür braucht er Ihren Jahresstromverbrauch, die verfügbare Dachfläche und Ihre Pläne für künftige Verbraucher wie E-Auto oder Wärmepumpe.
Anschließend übernimmt der Betrieb die elektrische Einbindung, die Anmeldung im Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber sowie die Inbetriebnahme nach VDE-Standard.
Die Brandgefahr von PV-Speichern wird in der öffentlichen Wahrnehmung häufig überschätzt. Nach Untersuchungen von TÜV Rheinland und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) verzeichnen nur rund 0,006 Prozent aller Photovoltaikanlagen einen Brandfall. Bei Batteriespeichern sind es ca. 0,0049 % jährlich.
Moderne LFP-Speicher gelten dabei als besonders sicher, da sie thermisch stabiler sind als ältere Batterietechnologien. Das Risiko sinkt zusätzlich, wenn Sie auf zertifizierte Komponenten setzen und die Installation sowie regelmäßige Wartung einem Fachbetrieb überlassen.
Die Kombination aus Photovoltaik und Stromspeicher erhöht den Eigenverbrauch deutlich und senkt dadurch spürbar die Stromkosten. Da die Einspeisevergütung immer weiter sinkt und Netzstrom teuer bleibt, wird dieser Effekt Jahr für Jahr wichtiger. Wer die Speichergröße passend zum eigenen Verbrauch wählt und auf eine fachgerechte Installation achtet, profitiert von einer sicheren, langlebigen und wirtschaftlichen Lösung.
Das Team von Hanse Solar Technik berät Sie gerne dazu, welche Speichergröße für Ihr Haus die richtige ist. Jetzt kostenlos beraten lassen.
Der Preis pro Kilowattstunde Speicherkapazität liegt bei etwa 300 bis 500 Euro. Käufer sparen zusätzlich die Mehrwertsteuer, da Speicher in Kombination mit einer PV-Anlage bis 30 kWp mit 0 Prozent MwSt verkauft werden.
Für eine 8-kWp-Anlage ist ein Stromspeicher mit ca. 6 bis 10 kWh nutzbarer Kapazität in der Regel passend. Als Faustformel gilt ca. 1 kWh Speicherkapazität pro kWp PV-Leistung.
Ja. Die Einspeisevergütung ist derzeit sehr gering und liegt bei ca. 7 ct. Außerdem sinkt alle sechs Monate um ein weiteres Prozent und könnte bald ganz abgeschafft werden. Netzstrom kostet dagegen meist 30 bis 40 Cent pro Kilowattstunde. Je größer diese Differenz wird, desto mehr lohnt sich ein hoher Eigenverbrauch mit Speicher gegenüber der Einspeisung.
Nein, das Brandrisiko von PV-Speichern ist statistisch sehr gering. Laut Untersuchungen von TÜV Rheinland und Fraunhofer ISE verzeichnen nur etwa 0,006 Prozent aller Photovoltaikanlagen einen Brandfall. Moderne Lithium-Eisenphosphat-Speicher gelten als besonders sicher. Wichtig sind zertifizierte Komponenten und eine fachgerechte Installation.
Ja, ein Stromspeicher lässt sich unabhängig vom Alter der PV-Anlage nachrüsten. Ein Fachbetrieb prüft dafür, welche Speichergröße zu Ihrer Anlagenleistung und Ihrem Verbrauch passt, und übernimmt die elektrische Einbindung sowie die Anmeldung beim Netzbetreiber.



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