
Balkonkraftwerk neues Gesetz – Was gilt jetzt wirklich?
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Aktualisiert am 5. Juni 2026
Ein Elektroauto lässt sich problemlos zuhause mit Solarstrom laden. Dafür benötigen Sie eine Photovoltaikanlage, einen Wechselrichter, einen Batteriespeicher und eine Wallbox. Ein Speicher ist theoretisch nicht erforderlich, wird aber den Eigenverbrauch jedoch deutlich erhöhen.
Ein durchschnittliches Elektroauto verbraucht etwa 15 bis 20 kWh pro 100 Kilometer. Wer rund 15.000 Kilometer pro Jahr fährt, benötigt ungefähr 2.250 bis 3.000 kWh Strom für das Fahrzeug. Diese Energiemenge kann bereits eine vergleichsweise kleine Photovoltaikanlage erzeugen.
Wer sein E-Auto mit Photovoltaik laden möchte, senkt die Sprit- und Stromkosten, erhöht den Eigenverbrauch der PV-Anlage und macht die Solaranlage rentabler.
Der Strombedarf hängt vom Fahrzeugmodell, dem Fahrstil und der jährlichen Fahrleistung ab. Viele aktuelle Elektroautos bewegen sich im Alltag zwischen 15 und 20 kWh pro 100 Kilometer. Kompakte Modelle liegen häufig darunter, größere SUVs meist darüber.
In unserer Beispielrechnung haben wir daher mit durchschnittlichen 15 kWh und 20 kWh gerechnet. Der Wert von 15 kWh/100 km ist eher ein günstiger Durchschnitt. Viele Fahrer landen im Alltag inklusive Ladeverlusten eher bei:
| Fahrleistung | 15 kWh/100 km | 20 kWh/100 km |
|---|---|---|
| 10.000 km | 1.500 kWh | 2.000 kWh |
| 15.000 km | 2.250 kWh | 3.000 kWh |
| 20.000 km | 3.000 kWh | 4.000 kWh |
Eine moderne Photovoltaikanlage erzeugt in Norddeutschland pro installiertem kWp meist zwischen 850 und 1.100 kWh Strom pro Jahr. Benötigen Sie beispielsweise rund 2.500 kWh Strom pro Jahr für Ihr Elektroauto, wären rechnerisch bereits etwa 2,3 bis 3,0 kWp ausreichend. Das entspricht ungefähr 5 bis 7 Solarmodulen mit jeweils rund 450 Watt Leistung.
Diese rein theoretische Betrachtung greift in der Praxis jedoch zu kurz. Schließlich scheint die Sonne nicht jeden Tag gleich stark (vor allem im Winter) und das Elektroauto ist meist nicht der einzige Stromverbraucher im Haushalt. Deshalb empfehlen wir, die Solaranlage immer für den gesamten Energiebedarf auszulegen und ausreichend Reserven für die Zukunft einzuplanen.
Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht häufig etwa 3.000 bis 4.000 kWh Strom pro Jahr.
Zusammen mit einem Elektroauto ergibt sich schnell einen folgender Strombedarf in Höhe von 6.000 – 7.000 kWh.
Eine Photovoltaikanlage mit etwa 8 bis 9 kWp kann diesen Bedarf zu einem großen Teil gut abdecken. Wer ausreichend Dachfläche zur Verfügung hat, fährt gegebenenfalls mit einer größeren Anlage und einen gut dimensionierten Speicher besser. Zum Beispiel eine Photovoltaikanlage mit 10 bis 12 kWp.
Am wirtschaftlichsten ist das Laden dann, wenn die Photovoltaikanlage gerade viel Strom produziert. Das ist häufig mittags zwischen 10 und 16 Uhr, an sonnigen Tagen sowie im Frühjahr und Sommer.
Verfügen Sie zusätzlich über einen Batteriespeicher, kann das Elektroauto auch mit zuvor gespeichertem Solarstrom geladen werden. Das ist besonders praktisch in den Abendstunden oder bei wechselhaftem Wetter. Schließlich sind viele Menschen mit ihrem E-Auto tagsüber unterwegs, beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit. In diesem Fall kann das Fahrzeug abends mit dem tagsüber erzeugten und im Stromspeicher zwischengespeicherten Solarstrom geladen werden.
Elektroautos sind tagsüber, besonders bei Berufspendlern, oft in Betrieb. Ein Energiespeicher ermöglicht es, Solarstrom zu speichern und das Auto auch abends oder nachts zu laden.
Immer interessanter werden außerdem dynamische Stromtarife. Dabei orientiert sich der Strompreis an den aktuellen Börsenpreisen und kann je nach Tageszeit stark schwanken. Intelligente Energiemanagementsysteme erkennen günstige Stromphasen automatisch und laden das Elektroauto bei Bedarf dann, wenn der Strompreis besonders niedrig ist.
Besonders interessant wird die Kombination aus Photovoltaikanlage, Stromspeicher und dynamischem Stromtarif. So kann das Energiemanagementsystem je nach Situation entscheiden, ob überschüssiger Solarstrom genutzt, Strom aus dem Speicher entnommen oder besonders günstiger Netzstrom geladen werden soll. Dadurch lassen sich die Ladekosten weiter reduzieren.
Viele moderne Energiemanagementsysteme können die Wallbox automatisch steuern. Das Fahrzeug lädt dann bevorzugt mit überschüssigem Solarstrom vom eigenen Dach. Dieses Verfahren wird als Überschussladen bezeichnet. Dadurch steigt der Eigenverbrauch und weniger Strom muss aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen werden.
Förderprogramme ändern sich regelmäßig. Deshalb lohnt sich stets ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen.
In unserem News-Artikel zur E-Auto-Förderung 2026 finden Sie eine Übersicht über bestehende Fördermöglichkeiten für Elektrofahrzeuge.
Die Elektroauto-Förderung 2026 gilt rückwirkend für Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026. Je nach Fahrzeugtyp, Haushaltseinkommen und Kinderzahl beträgt die Förderung zwischen 1.500 Euro und 6.000 Euro.
Wer ein Elektroauto zuhause laden möchte, findet in einer maßgeschneiderten Photovoltaikanlage die ideale Ergänzung. Bereits eine vergleichsweise kleine Anlage kann den jährlichen Strombedarf eines kleinen E-Autos mit wenig Fahrleistung decken.
Wer zukünftige Verbraucher wie Wärmepumpe, Klimaanlage oder ein weiteres Elektroauto berücksichtigt, schafft die Grundlage für einen hohen Eigenverbrauch. Dadurch wird die PV-Anlage sehr rentabel und Sie profitieren langfristig von niedrigen Energiekosten.

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