Photovoltaik Förderung: Programme, Zuschüsse und die EEG-Vergütung im Überblick.
Aktualisiert am 13. Februar 2026
Welche Photovoltaik Förderung gibt es derzeit? Lohnt sich die Einspeisevergütung noch? Und wie sinnvoll ist der KfW Kredit 270? In diesem Ratgeber beantworten wir genau diese Fragen und geben Ihnen eine Übersicht über aktuelle Förderprogramme in Deutschland.
Das Wichtigste vorweg kompakt zusammengefasst
- Die wichtigste bundesweite Photovoltaik Förderung ist weiterhin die Einspeisevergütung nach EEG.
- Der Nullsteuersatz von 0% auf Kauf und Installation bleibt ein zentraler Vorteil.
- Das KfW Programm 270 bietet Kredite, ist jedoch nicht immer die günstigste Lösung.
- Viele Förderprogramme für Photovoltaik sind kommunal organisiert und zeitlich begrenzt.
- Wirtschaftlich entscheidend ist heute der Eigenverbrauch, nicht primär die EEG Vergütung.
Welche Förderprogramme gibt es für Photovoltaik?
Die Photovoltaik Förderung in Deutschland basiert im Wesentlichen auf vier Säulen:
- Steuerliche Entlastung
- Einspeisevergütung nach EEG
- KfW Förderkredit 270
- Regionale Zuschüsse
Lassen Sie sich nicht von unrealistischen Werbeversprechen täuschen. Bundesweite Programme mit direkten Investitionszuschüssen für PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern gibt es derzeit nicht.
Aktuelle Einspeisevergütung 2026 bei Überschusseinspeisung
Die Einspeisevergütung ist gesetzlich im Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, geregelt. Betreiber erhalten für eingespeisten Strom einen festen Betrag pro Kilowattstunde. Dieser wird für 20 Jahre garantiert. Die Sätze sinken halbjährlich um 1%.
| Leistung der PV-Anlage | Einspeisevergütung (01.08.2025 – 31.01.2026) | Einspeisevergütung (01.02.2026 – 31.07.2026) |
| bis 10 kWp | 7,86 Cent/kWh | 7,78 Cent/kWh |
| 10 kWp bis 40 kWp | 6,80 Cent/kWh | 6,73 Cent/kWh |
| 40 kWp bis 100 kWp | 5,56 Cent/kWh | 5,50 Cent/kWh |
Quelle: §§ 48 Abs. 2, 49, 53 EEG 2023
Ist die Solaranlagen Einspeisevergütung noch attraktiv?
Hier lohnt sich eine differenzierte Betrachtung. Erstens liegt die Einspeisevergütung heute deutlich unter dem Niveau von vor vielen Jahren. Während früher zweistellige Centbeträge pro Kilowattstunde üblich waren, bewegen wir uns heute je nach Anlagengröße im Bereich von rund 7 bis 8 Cent pro Kilowattstunde. Das ist solide, aber kein Renditetreiber mehr.
Zweitens sind die Haushaltsstrompreise im gleichen Zeitraum erheblich gestiegen. Wer heute Strom aus dem Netz bezieht, zahlt häufig 30 bis 40 Cent pro Kilowattstunde. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Solarstrom ersetzt also teuren Netzstrom.
Genau daraus ergibt sich die wirtschaftliche Logik moderner Photovoltaikanlagen: Der Eigenverbrauch ist der entscheidende Hebel. Je höher der Anteil des selbst genutzten Solarstroms, desto stärker wirkt sich die Anlage finanziell aus.
Eine gut geplante PV Anlage erreicht 50 bis 65 Prozent Eigenverbrauch. Mit einem Speicher sind Eigenverbrauchsquoten von bis zu 70 Prozent realistisch. Mit größeren Speichern sind sogar Werte von bis zu 78 Prozent möglich.
Individuell abgestimmt auf Ihr Dach, Ihren Stromverbrauch und Ihre Bedürfnisse.
Steuerliche Vorteile – 0% Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen
Seit 2023 gilt für viele Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher ein Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG. Das betrifft sowohl die Lieferung als auch die Installation und zusammenhängende Arbeiten. Das bedeutet konkret:
- Keine 19% Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation: Sie zahlen beim Kauf der Anlage und bei der Montage durch einen Fachbetrieb keine Umsatzsteuer.
- Gilt auch für Stromspeicher: Auch Batteriespeicher und notwendige Elektroarbeiten profitieren vom Nullsteuersatz, wenn sie zusammen mit einer Photovoltaikanlage installiert werden oder nachträglich in ein begünstigtes System integriert werden.
- Deutliche Reduzierung der Investitionskosten: Durch den Wegfall der Mehrwertsteuer sinken die Gesamtkosten spürbar. Bei einer Anlage im Wert von beispielsweise 20.000 Euro entspricht das einer Ersparnis von rund 3.800 Euro gegenüber der früheren Besteuerung.
KfW Programm 270 – lohnt sich der Förderkredit?
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet mit dem Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ einen Förderkredit an.
Eckdaten des KfW Kredit 270
- Laufzeiten zwischen 5 und 20 Jahren
- Effektiver Jahreszins ab rund 3,2 bis 3,3 Prozent
- Antragstellung vor Auftragserteilung erforderlich
- Finanzierung auch für Speicher möglich
- Gilt für Privatpersonen und Unternehmen
Allerdings zeigt die Praxis: Für kleinere Einfamilienhausanlagen ist der Kredit nicht immer günstiger als ein klassisches Bankdarlehen. Zudem hängt der Zinssatz stark von der Bonität ab. Deshalb empfehlen wir, Angebote zu vergleichen.
Hanse Solar Technik arbeitet eng mit Benjamin Völz von Hanse Finanzpartner aus Lübeck-Travemünde zusammen. So erhalten unsere Kunden die bestmöglichen Kredite inklusive Vergleich verschiedener Konditionen.
Regionale Förderprogramme und kommunale Zuschüsse
Viele Förderprogramme für Photovoltaik werden direkt von den Kommunen angeboten. Das bedeutet:
- Förderungen gelten nur in bestimmten Städten oder Landkreisen
- Die PV-Anlage muss dort errichtet werden
- Häufig sind Budgets begrenzt oder bereits ausgeschöpft
- In Städten wie Berlin, Köln, Stuttgart oder Düsseldorf existieren beispielsweise Zuschüsse für PV-Anlagen oder Batteriespeicher.*
- Auch in Bundesländern wie Bayern, Baden Württemberg oder Nordrhein Westfalen gibt es Programme auf kommunaler Ebene.*
Da sich Programme schnell ändern oder bereits ausgeschöpft sind, gilt: Im Zweifel direkt bei der Kommune nachfragen.
Wo finde ich eine Übersicht über Förderprogramme?
Eine zentrale Anlaufstelle ist die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE).
In der Förderdatenbank des Bundesministeriums können Sie schnell prüfen, welche Programme in Ihrem Bundesland aktuell verfügbar sind.
Nachfolgend zeigen wir Ihnen einige derzeit bestehende kommunale Förderangebote für Photovoltaik in Norddeutschland auf.*
Aktuelle Förderungen für Photovoltaikanlagen in Norddeutschland*
Photovoltaik Förderung in Hamburg
Hamburg setzt 2026 einen Schwerpunkt auf die Kombination von Photovoltaik und Dachbegrünung. Gefördert wird dabei nicht die Solaranlage selbst, sondern insbesondere die bauliche Integration auf begrünten Dächern.
Wesentliche Eckpunkte:
- Die Unterkonstruktion von PV-Anlagen auf Gründächern wird anteilig gefördert.
- Die maximale Fördersumme liegt bei 100.000 Euro pro Gebäude.
- Je nach Ausgestaltung sind Zuschüsse von etwa 40 bis 60 Prozent der anerkennungsfähigen Kosten möglich.
- Zusätzlich kann ein flächenbezogener Zuschuss von bis zu 50 Euro pro Quadratmeter installierter Modulfläche gewährt werden.
Photovoltaik Förderung in Bremen
Für Bremen sind uns derzeit keine aktiven Förderprogramme für Photovoltaikanlagen bekannt.
Photovoltaik Förderung in Mecklenburg Vorpommern
Für Mecklenburg-Vorpommern sind uns derzeit keine aktiven Förderprogramme für Photovoltaikanlagen bekannt.
Photovoltaik Förderung in Niedersachsen
In Niedersachsen gibt es derzeit keine flächendeckende Landesförderung für private PV-Anlagen. Eine Ausnahme bildet die Region Hannover.
Im Fördergebiet der Region Hannover können 2026 Zuschüsse für bestimmte Anlagenkonzepte beantragt werden. Dazu zählen unter anderem:
- Bei vollständig belegten Dachflächen sind Zuschüsse von 100 Euro pro Kilowatt Peak möglich, maximal 2.000 Euro.
- Für Photovoltaikanlagen an Außenfassaden werden ebenfalls 100 Euro pro Kilowatt Peak gewährt, mit einer Förderobergrenze von 3.000 Euro.
- Fassadenintegrierte Module werden stärker gefördert, hier sind bis zu 300 Euro pro Kilowatt Peak möglich, maximal 9.000 Euro.
- Für PV-Anlagen auf neu errichteten Gründächern können 200 Euro pro Kilowatt Peak beantragt werden, mit einer Obergrenze von 6.000 Euro.
Voraussetzung ist in der Regel eine installierte Mindestleistung von zwei Kilowatt Peak.
Detaillierte Informationen und aktuelle Richtlinien stellt proKlima für Hannover und die umliegenden Kommunen bereit.
Photovoltaik Förderung in Schleswig Holstein
Für Schleswig-Holstein sind uns derzeit keine aktiven Förderprogramme für Photovoltaikanlagen bekannt.
*Stand Februrar 2026
FAQ zur Photovoltaik Förderung
Welche Förderprogramme gibt es für Photovoltaik?
Es gibt bundesweit die Einspeisevergütung nach EEG, den Nullsteuersatz sowie den KfW Kredit 270. Zusätzlich existieren regionale und kommunale Zuschüsse.
Welche Fördermittel für Photovoltaik gibt es in meiner Region?
Das hängt vom Wohnort ab. Förderprogramme sind häufig kommunal organisiert. Prüfen Sie die Förderdatenbank des Bundes oder fragen Sie direkt bei Ihrer Stadt oder Ihrem Landkreis nach.
Lohnt sich der KfW Kredit 270 für Privatpersonen?
Nicht automatisch. Die Zinsen sind bonitätsabhängig und nicht immer günstiger als klassische Bankkredite. Ein Vergleich ist daher sinnvoll.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Für Anlagen bis 10 kWp liegt sie aktuell bei rund 7 bis 8 Cent pro Kilowattstunde bei Überschusseinspeisung.
Wird Photovoltaik noch staatlich gefördert?
Ja. Die Förderung erfolgt über Steuererleichterungen, garantierte Einspeisevergütung und über Kreditprogramme.
Wo kann ich eine Beratung zur Photovoltaik Förderung buchen?
Bei Hanse Solar Technik erhalten Sie eine individuelle Analyse Ihrer Dachfläche, Ihres Verbrauchs und möglicher Fördermittel. Zusätzlich prüfen wir auch Finanzierungsoptionen.

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